Strandkorb Formen – Von Ostsee bis Nordsee

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich einen Strandkorb für Ihren Garten anzuschaffen, können Sie zunächst einmal einige grundsätzliche Entscheidungen treffen. Welche der Strandkorb Formen gefällt Ihnen besser: Ostsee- oder Nordsee?

Der Ostsee Strandkorb, der, wie der Name schon sagt, seinen Ursprung in den Ostseebädern hat, zeichnet sich durch weiche und geschwungene Formen aus. Das gilt für die Seitenteile und die geschwungene Haube. Der Nordsee Strandkorb hingegen ist eher kastig, hat gerade verlaufende Seitenlinien und eine kantige Haube. Diese Form ist typisch für die Strände der Nordsee, besonders auch für Sylt.

Wenn der Korb kippt – Halblieger oder Volllieger

Keine Sorge, nicht der Korb als Ganzes kippt, doch gekippt werden kann die Haube. Und das ist praktisch! So kann bei einen Kippwinkel bis zu 90 Grad eine horizontale Fläche werden. Ob Modell Ostsee oder Nordsee: Bei beiden Bauweisen handelt es sich in häufigsten Fällen um Halblieger. Das bedeutet, dass sich die Haube bis zu einem Winkel von 45 – 55 Grad nach hinten biegen lässt. Alternativ gibt es noch die Volllieger, die man sowohl bei der Nordsee- als auch bei Ostsee Variante findet. Die Haube lässt sich um bis zu 90 Grad nach hinten absenken.

Eine Weiterentwicklung zum Volllieger ist der sogenannte Syltkorb, seine Haube kann dank eines ausgeklügelten Federzugs bis zu einem Winkel von 90 Grad stufenlos auf und ab bewegt werden. Wie praktisch: Man muss nicht einmal mehr aufstehen, um die optimale Sitz- oder Liegeposition zu finden.

Strandkorb Typ Platte – ein echtes DDR-Memorabilia

Im Geschäft mit neuen Strandkörben spielt der Typ Platte, wie er liebevoll genannt wird, keine Rolle mehr. Es handelt sich um einen in der DDR hergestellten Strandkorb.  Dort hatte er Kultstatus und das hat er für manche Zeitgenossen noch heute. Strandkorb Typ Platte ist nicht geflochten, die Seitenteile sind aus Spanplatten gefertigt und die Haube aus gebogenem Phenolharz. Die ausgeklügeltsten wurden von der PGH Bau in Rehna hergestellt, man findet sie vorwiegend gelegentlich – ostagischerweise – noch an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns oder bei Sammlern von DDR-Memorabilia.

Idylle am Nordseestrand

Der typische Nordsee Strandkorb im Ensemble

Nordsee Strandkörbe

Grundelemente eines jeden Strandkorb.

Betrachtet man das Standardmodell eines Strandkorbs von heute mit dem Bild eines Strandkorbs von damals, so wird man auf den ersten Blick nur unwesentliche Veränderungen, zumindest in Bauart und Form feststellen. Seine Höhe beträgt etwa 160 cm, die Breite 120 cm und das Gewicht 70 bis 80 kg. Es sind 4 Grundelemente, aus denen der Strandkorb in seiner Standardausführung besteht.

  • Die Strandkorb Basis bildet der sog. Bock, der oft aus Kiefern- oder Fichtenholz, manchmal aber auch aus Lärche und anderen massiven heimischen Holzarten gefertigt ist. Besonders wetterfest und sehr dekorativ sind exotische Hölzer wie das afrikanische Iroko, Mahagoni oder asiatisches Teakholz, auch sie werden gerne als Material für Strandstühle verwendet. Hier sollte darauf geachtet werden, dass gerade auch dieses Holz im Sinne eines wirksamen Umweltschutzes aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Gleich welches Holz Verwendung findet, es sollte unbedingt gut abgelagert, getrocknet und wasserfest verleimt sein. Bevor ein Strandkorb nach draußen entlassen wird, wird das Holz immer speziell und sehr sorgfältig gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Wind oder Sonne behandelt, obgleich man festhalten muss, dass auch eine umfängliche und sehr gründliche Imprägnierung auf längere Sicht nicht viel gegen die verschiedenen Witterungseinflüsse ausrichten kann.
  • Rechts und links am Bock sind mit Schrauben die beiden Seitenteile festgemacht, an denen – für einen einfacheren Transport – Tragegriffe angebracht sind.
  • Das vierte Grundelement, die sog. Haube, das Rückenteil, das in ein Dach übergeht, ist mit Metallschlaufen hinten am Bock eingehängt, ist damit beweglich und kann in mehreren Positionen nach hinten verstellt werden.
    Seitenteile und Haube haben, wie schon oben erwähnt, im Allgemeinen einen Rahmen aus Holz, der jeweils mit Flechtwerk ausgefüllt ist. Während dies traditionell ein Geflecht aus Weide war, findet sich heute in fast allen Modellen ein Geflecht aus Kunststoffstreifen. Nur etwa 5 % der Strandkorb-Produktion greift hier noch auf Naturmaterialien zurück, und wenn, dann in der Regel auf lackiertes Rohrbast aus Bambus oder Rattan, das aus Asien importiert wird.

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